Trittsicher

Regionalkonferenz in Wittenberge: Demografie zählt zu den größten Herausforderungen

Marc Elxnat, Beigeordneter für Gesundheit und Soziales beim Deutschen Städte- und Gemeindebund betonte in seinem digitalen Grußwort die Relevanz des Programms „Trittsicher in die Zukunft“. Sie sei Teil einer übergeordneten Strategie des DStGB, Gesundheitskompetenz in allen Altersstufen zu fördern. In Brandenburg, wo die viertälteste Bevölkerung in Deutschland lebe, stehe das Gesundheitssystem vor enormen Herausforderungen. Das Angebot von „Trittsicher in die Zukunft“ hat das Potenzial, Stürzen vorzubeugen und somit die Selbstständigkeit im Alter lange zu erhalten.

Marie-Christin Möhring, wissenschaftliche Referentin der BAGSO Service GmbH stellte das Projekt Digitalkompass vor. Die BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) vertrete die älteren Menschen in Deutschland mit insgesamt rund 120 Vereinen der Zivilgesellschaft. Möhring befürwortete das Programm „Trittsicher in die Zukunft“, da man sich hier nicht nur für Sportangebote vor Ort einsetze, sondern auch für vermehrt digitale Hilfsmittel für Senioren. Möhring betonte, dass die Vorteile der digitalen Welt zu einer aktiven und gesunden Lebensweise bei älteren Menschen beitragen können. Sie warb weiterhin dafür, sich gerade in Brandenburg mit dem Ausbau von digitalen Kompetenzen zu beschäftigen.

Im Podiumsgespräch berichtete Anja Kramer, Bürgermeisterin der Gemeinde Plattenburg, von der Altersstruktur in ihrer Gemeinde und wie sie mit dem demografischen Wandel umgehe. Ein Drittel der Bevölkerung sei älter als 70 Jahre. Nach einem großen Bevölkerungsrückgang zu Beginn der 90er Jahre, folgten die Zahlen mittlerweile wieder einem positiven Trend. Kramer benannte zudem Faktoren für eine Umsetzung des Programms in ihrer Gemeinde. Eine Hürde sei die große Distanz zwischen den einzelnen Gemeinden in Plattenburg. Die unzureichende Ausstattung mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschwerten die individuelle Fortbewegung.

Barbara Haak berichtete von ihrer Arbeit als Co-Vorsitzende im Seniorenbeirat Wittenberge und im Kreisseniorenbeirat im Landkreis Prignitz. Hier versuche sie gemeinsam mit ihrem Kolleg:innen die Interessen der älteren Bevölkerung zu vertreten. Das Angebot in der Prignitz für ältere Menschen habe noch Ausbaubedarf.

Von Seiten des Studienzentrums bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) berichtete Andrea Altmann über das intensive Unterstützungsangebot. Für viele individuelle Bedürfnisse bei der Kursplanung und -umsetzung von „Trittsicher in die Zukunft“ könnten Lösungen gefunden werden. Das Studienzentrum, in dem alle organisatorischen Fäden zusammenlaufen, ist für Akteure vor Ort und interessierte Seniorinnen und Senioren stets ansprechbar. Altmann betonte zudem, dass aufgrund der Förderung des Programms durch öffentliche Gelder weder für Kommunen oder Initiativen noch für Kursleitungen oder Teilnehmende Kosten entstehen. Die Diskutantinnen waren sich einig, dass es wichtig sei, das Kursprogramm sowie die Begleitstudie zu nutzen, um daraus auch für zukünftige Projekte zu lernen. Das Ziel sei, dass „Trittsicher in die Zukunft“ in fünf Jahren ein Regelangebot aller gesetzlichen Krankkassen sei.

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